Franziskus Abgottspon | sprechprodukte

HomeProgramme«Jack und Ich» – Pressestimmen

Der Frei­schütz, Muri, 30.Mai 2006


„...Dem Autor Heinz Stal­der ist es in seinem Stück bestens gelun­gen, den Zeit­geist einzu­fan­gen und den Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rern zu vermit­teln. Doch das Stück lebt nicht nur von dem fabel­haf­ten Text, der die Grund­struk­tur bietet, sondern vor allem auch durch die beiden Darstel­ler Fran­zis­kus Abgotts­pon und Rolf Graf.

 Abgotts­pon hält den Mono­log äusser­st treff­lich und lässt das Publi­kum in das späte 19. Jahr­hun­dert eintau­chen. Dort ange­kom­men, bleibt den Zuhö­rern keine Chan­ce mehr. Sie werden  Zeu­ge der grau­si­gen Morde von «Jack the Ripper». Blut fliesst in Strö­men, Leichen­tei­le liegen verstreut auf dem Boden, und beina­he riecht man während der Erzäh­lung den fahlen Geruch des Todes. Man ist gefes­selt an die Erzäh­lung und kann ihr nicht entkom­men, selbst wenn es einem bei der detail­ge­treu­en Schil­de­rung der Morde schau­ert und eiskalt den Rücken runter läuft. Unter­stützt wird diese Stim­mung noch zusätz­lich durch das Bando­ne­on­spiel von Rolf Graf. Der Musi­ker versteht es meis­ter­lich, die Span­nung mit kurz­en Zwischen­spie­len und Einwür­fen zusätz­lich zu stei­gern. Und obwohl die Geschich­te, die da dem Publi­kum präsen­tiert wird, wirk­lich blutig und grau­sig ist, kommt sie gut an. Obwohl das Stück die Zuhö­rer durch eine Mischung aus Präsenz und Distanz in seinen Bann zieht, war sicher der eine oder ande­re am Frei­tag­abend froh, dass man sich in (...) einem ande­ren Jahr­hun­dert befin­det und nicht im Londo­ner East End."