Franziskus Abgottspon | sprechprodukte

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Fran­zis­kus Abgotts­pon

Gebo­ren am 23. Dezem­ber 1941 in Visp (Wallis), besuch­te Fran­zis­kus Abgotts­pon 1953-1961 das Gymna­si­um an der Stifts­schu­le Einsie­deln, studier­te 1961-1965 an der Univer­si­tät Zürich Germa­nis­tik und Kunst­ge­schich­te, nahm dane­ben Sprech- und Schau­spiel­un­ter­richt bei Margit von Tolnai und Erwin Kohlund. 1965 wech­sel­te er an die Univer­si­tät Wien, wo er sich mit Thea­ter­wis­sen­schaft befass­te und dane­ben Schau­spiel­un­ter­richt bei Peter P. Jost nahm.

Ab 1968 kamen erste Enga­ge­ments als Schau­spie­ler und Regie­as­sis­tent an verschie­de­nen Klein­büh­nen in Öster­reich und Deutsch­land, dane­ben auch bei Fern­seh­fil­men und Hörspie­len. Von 1971-1973 war er als Schau­spie­ler am Schau­spiel­haus Zürich, ansch­lies­send dann frei­schaf­fend als Schau­spie­ler und Regis­seur tätig, u.a. in Will­helms­ha­fen, Stutt­gart und Chur, bis er 1979 als Regis­seur und Drama­turg bei Schwei­zer Radio DRS in Zürich zum Hörspiel kam. Dort blieb er bis zu seiner Pensio­nie­rung Ende 2001.

Seit 2002 ist Fran­zis­kus Abgotts­pon wieder frei­schaf­fend tätig als Spre­cher, Schau­spie­ler, Regis­seur, Produ­zent und Sprech­coach.

 

Kurt-Emil Merki im TAGES­AN­ZEI­GER 29.03.2001

Der gezähm­te Wilde aus den Bergen

(...) Fran­zis­kus Abgotts­pon - ein Mann, der aussieht wie er heisst, der heisst wie er tönt, und der tönt wie er aussieht. So ist die Erin­ne­rung. Sie reicht zurück in eine Nacht, in der ein Sams­tag zum Sonn­tag wurde. Da sass, vor reich­lich 15 Jahren, ein Fetzen von einem Mann mutter­see­len­al­lein im mitter­nächt­li­chen Radio­stu­dio Zürich. Nur ein schwa­cher Licht­schein fiel auf die Gestalt, die am Mikro­fon Spra­che und Stim­me zu einem radio­fo­nen Feuer­werk vermeng­te. Die Sendung hiess "Zwei­tags­flie­ge" und der Flie­gen­fän­ger trug - eben - den Namen Abgotts­pon. Zwar konn­te niemand diesen Radio­men­schen sehen, aber wer ihn draus­sen am Radio­ap­pa­rat hörte, stell­te ihn sich ganz ohne Zwei­fel heftig fuch­telnd und gesti­ku­lie­rend vor. Völlig zu Recht.

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